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Mittwoch, den 07. Juli 2004 um 09:54 Uhr |
Geschichte der Mennonitengemeinde Augsburg

Vorgängerin der Mennonitengemeinde Augsburg war zur Reformationszeit die Täufergemeinde von 1524. Ihrer namhaften Führer beraubt und unter dem Druck der geistlichen und weltlichen Macht, erlosch sie um 1538 in Augsburg.
Die heutige Mennonitengemeinde Augsburg, benannt nach dem Niederländischen Täuferführer ,,Menno Simons" (1496-1561), entstand im Jahr 1912 in Donauwörth und verlegte 1926 ihren Sitz nach Augsburg. Die Gemeindemitglieder stammen hauptsächlich von den Schweizer Täufern ab, die aufgrund der Verfolgung um 1650 in die Pfalz und nach Baden-Württemberg geflüchtet waren, im Laufe der Jahre sind westpreußische und russlanddeutsche Mennoniten dazu gekommen.
Wir glauben an Gott, der sich uns in Jesus Christus offenbart hat, der uns auch heute rettet zu einem schöpferischen Handeln in dieser Welt; er schenkt uns durch den Heiligen Geist Mut und Ausdauer, Nächstenliebe zu praktizieren, Frieden und Gerechtigkeit zu fördern.
Wir bemühen uns unseren christlichen Glauben in unserem Alltag, in der Familie, Nachbarschaft und im Beruf zu leben.
Unsere Gemeinde leiten ein Ältester, Laienprediger und ein angestellter theologischer Mitarbeiter. Sie ist auf allen Gebieten selbständig, gehört aber zur Wahrnehmung übergemeindlicher Aufgaben (Mission, Diakonie, Friedensdienst) dem ,,Verband deutscher Mennonitengemeinden" an.
Im Jahr 2003 zählt die Mennonitengemeinde Augsburg 60 getaufte Glieder, ohne Kinder und Freunde. Ihr Einzugsgebiet umfaßt den ganzen Regierungsbezirk Schwaben.
Zum Gottesdienst treffen wir uns zur Zeit einmal im Monat um 10.00 Uhr im CVJM-Heim, Frauentorstraße 43 in Augsburg. Wir laden zudem herzlichst zu unseren Bibelgesprächen ein.
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. Januar 2010 um 11:04 Uhr |
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Mittwoch, den 07. Juli 2004 um 09:54 Uhr |
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Erinnerung an Verdammung und Verfolgung der Täufer in Augsburg
25. April 1528, Hans Leupold in Augsburg durch das Schwert hingerichtet
Gedenkfeier: Montag, 25.4.2005, 19 Uhr Ort: Augsburg, Am Richtplatz / Treffpunkt Eingang des Eisstadions Curt-Frenzel-Eisstadion, Senkelbachstraße 2, 86153 Augsburg
Im November wird in einem Studientag „Gewalt überwinden! Confessio Augustana heute“ an 475 Jahre Verdammung christlicher Pazifisten im Augsburger Bekenntnis, Artikel 16 erinnert. Warum nicht schon im laufenden Jahr Erinnerungspunkte setzen? Schließlich gab es schon vor den Verdammungen der CA Täuferverfolgung.
Eine erste Gelegenheit des Erinnerns ist der Todestag von Hans Leupold. Er wurde am 25.4.1528 „aus Gnaden“ mit dem Schwert hingerichtet. „Aus Gnaden“ – weil man ihm den grausameren Feuertod ersparte. In Augsburg erinnert bis heute nichts an diese Hinrichtung und ihr Opfer. Wir möchten am Montag, 25.4.2005, zu einem öffentlichen Gedenken an diesen Märtyrer Christi am Hinrichtungsort einladen.
Verhaftet wurde er am Ostersonntag 12.4.1528 im Haus der Susanne Daucher zusammen mit 88 anderen Täufern und Täuferinnen. Die meisten wurden ausgewiesen, einigen „brann-te man die Backen mit glühenden Eisen durch“. Leupold wurde neben gütlichen auch peinli-chen Verhören unterzogen, d.h. er wurde gefoltert. Er bekannte, wo und wen er getauft hat-te. Menschen in die Nachfolge Jesu zu rufen und sie zu taufen, das war sein todeswürdiges Verbrechen! Er wehrte sich gegen den Vorwurf des Aufruhrs, sie hätten nur gemeinsam das Wort Gottes betrachtet. Hans Leupold weigerte sich einen Widerruf zu leisten, damit stand das Todesurteil fest. Denn er hatte das Mandat des Augsburger Rates vom 11.10.1527 ver-letzt, worin bei Lebens-, Leibes- oder hoher Geldstrafe verboten wurde, sich den „Wiedertäu-fern“ anzuschließen, ihre Prediger zu speisen und zu beherbergen, den Kindern die Kinder-taufe vorzuenthalten oder an irgendwelchen Rottierungen teizunehmen. Trotz seiner Auswei-sung am 1.10.1527 habe er sich wieder in die Stadt geschlichen, habe Rottierung und Ver-sammlung in Gruben, Kellern und an anderen unziemlichen Orten zu verdächtigen Zeiten in der Stadt und ihrer Umgebung gehalten, „den kindertauff vernicht“, die „Wiedertaufe“ und an-dere böse Lehre unter dem Schein des Guten gepredigt, auch mehrere Personen in der Stadt und außerhalb wiedergetauft sowie Briefe den „Wiedertäufern“ überbracht.
Das Urteil wurde am 25.4.1528 durch Enthaupten zu Augsburg vollstreckt. Leupold hinterließ seine Frau Barbara und zwei Kinder, von denen das jüngste 5 Monate alt war. Als ihm vom Rathaus aus vorgelesen wurde, dass er mit dem Schwert vom Leben zum Tod gerichtet werden solle, rief er aus: „Nicht also Ihr Herren von Augsburg, sondern aus dem Tod zum Leben!", worüber sich die zuschauende Menge verwunderte.
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 20. Oktober 2009 um 10:01 Uhr |
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Sonntag, den 31. August 2008 um 04:07 Uhr |
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Mitarbeiter der Gemeinde!
Alle, Frauen und Männer, welche sich in die Gemeinde einbringen sind Mitarbeiter der Gemeinde.
Neben LaienpredigerInnen, sind wir dankbar für unsere theologische Mitarbeiterin, Dr. Anna Janzen.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 08:43 Uhr |
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Gedenkfeier Susanna Daucher |
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Mittwoch, den 11. Oktober 2006 um 01:12 Uhr |
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Erinnerung an die Verfolgung der Täufer in Augsburg vor 480 Jahren ------------------------------------------------------------------ Susanna Daucher aus Augsburg ausgetrieben
Gedenkfeier ------------------------- Montag, 21.4.2008, 19 Uhr
Ort: Augsburg, Schleifergasse 10
Am 21. April 1528 wurde Susanna Daucher, geb. Spitzmacher, in Augsburg unter dem Rathauserker an den Pranger gestellt und nach Verlesung des Urteils aus der Stadt getrieben. Weil sie schwanger war, wurde ihr „aus Gnaden erlassen, mit einem Brand auf die Backen“ gezeichnet zu werden; was jedoch bei zwei anderen Verurteilten geschah. Lebenslang aus der Stadt verwiesen, mußte sie ihre beiden Kinder (3 und 6 Jahre) zurücklassen.
Ihr „Verbrechen“ war, daß sie ihr Haus Versammlungen der Täufergemeinde geöffnet und sich selbst dieser Gemeinde angeschlossen hatte. Am Ostersonntag, 12.4.1528, ließ der Stadtrat das Haus umstellen und verhaftete 88 Versammlungsteilnehmer. Fremde wurden sofort ausgewiesen, Einheimische in Haft genommen. An den wochenlangen Verhören beteiligte sich auch Stadtschreiber Dr. Conrad Peutinger. Unter Folter sollten die Taufgesinnten gezwungen werden, ihrem Glauben abzuschwören. Zu den Verhafteten gehörten Susanna Daucher und ihre Schwester Maxentia Wissinger. Sie waren sich keiner Schuld bewußt, denn in den Versammlungen, die sie trotz Verbot besucht und beherbergt hatten, sei nur „das Wort Gottes vorgelesen und gelehrt worden“.
Es soll 1528 etwa 1.000 „Wiedertäufer“ in Augsburg gegeben haben. In ihren Versammlungen wurde in die Nachfolge Jesu gerufen. Sie wollten sich unabhängig von staatlichen Zwängen als Gemeinde organisieren. Zum Konflikt mit Kirche und Obrigkeit kam es, weil sie die Kindertaufe ablehnten und nach Jesu Gebot der Feindesliebe die Teilnahme an staatlicher Gewalt verweigerten.
Am 25.4.1528, drei Tage nach der Austreibung Susanna Dauchers, wurde der Vorsteher der Augsburger Täufer Hans Leupold „aus Gnaden“ mit dem Schwert hingerichtet. „Aus Gnaden“ – weil man ihm den grausameren Feuertod ersparte. Als ihm vor dem Rathaus als Urteil verlesen wurde, daß er mit dem Schwert vom Leben zum Tod gerichtet werden solle, rief er aus: „Nicht also Ihr Herren von Augsburg, sondern aus dem Tod zum Leben!", worüber sich die zuschauende Menge verwunderte. 2005 gab es ein Gedenken an seine Hinrichtung am damaligen Richtplatz (heute Eisstadion).
In Augsburg gab es bisher keine öffentliche Erinnerung an diese Opfer politisch-religiöser Verfolgung. Inzwischen gibt es eine Initiative für eine Gedenktafel am Daucherhaus.
Zum 480. Jahrestag wird darum zu einem öffentlichen Gedenken eingeladen.
Deutsches Mennonitisches Friedenskomitee (DMFK), www.dmfk.de Wolfgang Krauß, Hauptstr. 1, D-69245 Bammental, Tel ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 06223-5140 ,
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In Zusammenarbeit mit der Mennonitengemeinde Augsburg
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 09:48 Uhr |
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